Künstliche Mineralfasern (KMF)
Künstliche Mineralfasern (KMF) kommen u.a. als Dämm-Materialien aus Stein- oder Glaswolle vor und können bei Faserfreisetzungen Hautreizungen und schwerwiegende Lungenerkrankungen hervorrufen.Künstliche Mineralfasern (KMF) kommen u.a. als Dämm-Materialien aus Stein- oder Glaswolle vor und können bei Faserfreisetzungen Hautreizungen und schwerwiegende Lungenerkrankungen hervorrufen.
Lungengängige Fasern mit kritischen Dimensionen, sogenannte „WHO-Fasern“, Länge L > 5 μm, Durchmesser D < 3 μm, und einem Länge-/ Durchmesserverhältnis von > 3 / 1, gelten als Fasern mit einem möglicherweise krebserzeugenden Potential. Aufgrund ihrer Biopersistenz mit einer biologischen Halbwertszeit von > 200 Tagen gelten WHO Fasern mit einem Karcinogenitätsindex KI von ≤30 oder >30 bis <40 als krebserregend der Kat. IB, bzw. der Kat 2.
Diese Fasern wurden in Deutschland bis ca. 1996 hergestellt und bis etwa zum Jahre 2000 als Baustoffe verwendet.
Künstliche Mineralfasern werden zunächst lichtmikroskoptisch auf WHO-Fasern mit einem Durchmesser von D < 3 μm abgesucht.
Durch ein rasterelektronenmikroskopisches (REM) Verfahren kann der Karcinogenitätsindex KI gemessen und Expositionen mit Hilfe von Luftuntersuchungen überprüft werden.
Die Probenahme erfolgt mit der erforderlichen Fachkunde nach TRGS 521.
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